Altersheim oder Gefängnis

Aus dem Magazin für ein ökologisches Bewusstsein NATURSCHECK / www.naturscheck.de

Vor einigen Wochen ging o.g. Redaktion ein anonymes Schreiben zu, das im aktuellen Heft sinngemäß wiedergegeben wird. Mit Einverständnis von Herrn Hoppe, dem Herausgeber des Magazins, darf ich es hier veröffentlichen.

Es ist wahr, dass dieser Text nicht ohne Ironie verfasst wurde, viel tragischer jedoch ist, wie viel darin der Realität entspricht:

Warum stecken wir nicht unsere alten Menschen ins Gefängnis und die Verbrecher ins Altersheim?
Lebten die alten Menschen in den Gefängnissen, dann hätten sie täglichen Zugang zu einer Dusche, kostenlose psychologische Betreuung, das Recht auf tägliche Spaziergänge, ein gesetzlich garantiertes Einzelzimmer, regelmäßige zahnärztliche und andere medizinischen Untersuchungen. Sie würden Geld erhalten, anstatt für ihren Aufenthalt bezahlen zu müssen. Sie hätten Anspruch auf konstante Videoüberwachung, würden also im Notfall sofort Hilfe bekommen. Ihre Bettwäsche würde zweimal pro Woche gewechselt und ihre Kleider regelmäßig gewaschen und gebügelt werden.

Sie hätten regelmäßig Besuch vom Wärter und könnten – wenn sie es wünschen – ihre Mahlzeiten direkt in ihrem Zimmer einnehmen. Sie hätten Zugang zu einer Bibliothek, zum Gymnastikraum, physischer und psychischer Therapie sowie zum Schwimmbad, und sogar das Anrecht auf kostenlose Weiterbildung. Auf Antrag wären neue Schlafanzüge, Schuhe, Pantoffeln und sonstige Gegenstände des täglichen Gebrauchs kostenlos zu bekommen. Jeder alte Mensch hätte zudem Anspruch euf einen eigenen PC, einen Fernseher, ein Radio und auf regelmäßige Telefonate.

Es gäbe eine Anlaufstelle für Beschwerden, einen kostenlosen Pflichtverteidiger bei Streitfällen und das Betreuungs(Bewachungs-)personal hätte einen festgeschriebenen Verhaltenskodex zu respektieren.
Die Verbrecher hingegen würden meist lauwarme oder kalte Mahlzeiten bekommen. Sie hätten lediglich Anspruch auf ein Bad pro Woche, wenn überhaupt. Um dem Personal zusätzliche Arbeit zu ersparen, würden sie in den Betten festgebunden und mit Schlafmitteln oder anderen Drogen ruhiggestellt. Um 22.00 Uhr würde das Licht ausgeschaltet. Und sie wären häufig einsam, da das ständig überlastete Personal kaum Zeit für Gespräche hat.

Pro Monat würden sie für ihren Aufenthalt 2.000,00 bis 3.000,00 Euro bezahlen, ohne die Chance, dort jemals wieder lebend herauszukommen ….

Autor: Verfasser unbekannt.